Über das Weltfriedensmuseum

Das Weltfriedensmuseum, ein Projekt des Friedensforschers Franz Jedlicka, wird voraussichtlich Anfang 2026 fertiggestellt sein, und als Wanderausstellung an verschiedenen Orten gezeigt werden.

Hier eine kurze Beschreibung:

Im einundzwanzigsten Jahrhundert wissen wir bereits ziemlich genau, welche Faktoren ein Land friedlich machen:

  • Vom Friedensforscher Johan Galtung wissen wir zum Beispiel, dass Länder nicht nachhaltig friedlich werden können, wenn bereits innerhalb dieser Länder strukturelle und kulturelle Gewalt herrscht. 
  • Das Institute for Economics and Peace hat acht Friedensfaktoren erforscht und präsentiert weltweite Daten dazu regelmäßig in seinem Positive Peace Report.
  • Vom selben Institut gibt es den jährlichen Global Peace Index, der die Länder der Welt nach ihrer Friedlichkeit in einer Skala auflistet. Von den friedlichsten Ländern der Welt auf dieser Skala kann man sicher einiges lernen.
  • Schließlich sind die psychosozialen Faktoren für Friedlichkeit ziemlich gut erforscht. Franz Jedlicka selbst betont zum Beispiel die Wichtigkeit einer gewaltfreien Erziehung von Kindern als Fundament friedlicher Gesellschaften. Diese Theorie wurde auch anhand der Biographien von politischen Persönlichkeiten, die Kriege begonnen haben, bestätigt: Der Historiker Sven Fuchs hat bei allen von ihnen Gewalt in der Kindheit festgestellt. 
  • Und natürlich ist die Gleichberechtigung von Frauen ein vielfach bewiesener Friedensfaktor.

Im Weltfriedensmuseum werden alle diese Erkenntnisse auf Schautafeln präsentiert, ebenso wie inspirierende Friedensinitiativen, und Methoden der Versöhnung nach kriegerischen Konflikten. 

Das Museum soll aber vor allem ein Ort der Diskussion sein. Über die Frage, was man als Einzelperson oder als Friedensorganisation für mehr Frieden tun kann. Aber auch, welche Friedensstrategien man von politisch Verantwortlichen verlangen sollte.

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