Mag. Franz Jedlicka ist Soziologe und Friedensforscher, der an der Universität Wien im Doktoratsstudium inskribiert ist und zu den psychosozialen Ursachen von Kriegen recherchiert und publiziert.
Seine Forschungsergebnisse umfassen die "Culture of Violence Scale" und den darauf basierenden "Culture of Violence Index" (zuletzt aktualisiert 2025), der die Akzeptanz von Gewalt (die "Kultur der Gewalt") in den Ländern der Welt anhand deren Gesetzgebung misst.
Daraus folgte die Legislation-Peace-Nexus Theorie, die besagt, dass Länder, die nicht alle Formen von Gewalt gesetzlich verbieten, meist nicht nachhaltig friedlich werden können.
Seine Peace Mainstreaming Strategie fasst diese Forschungsergebnisse zusammen in einer Empfehlung für die Friedenspolitik jener Länder, die z.B. auf dem "Global Peace Index" schlecht abschneiden. Diese Friedensstrategie umfasst eben auch psychosoziale Strategien wie eine gewaltfreie Kindererziehung, das Lehren von Methoden gewaltfreier Konfliktlösung schon in Schulen, die Förderung einer friedlichen Männlichkeit (caring masculinity), und die Reduktion der Gewalt in den Medien.
Aber natürlich sind auch die bereits bisher bekannten Friedensfaktoren enthalten: die Gleichberechtigung von Frauen, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, internationale Friedensverträge u.a.

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